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Website erstellen lassen: Was es 2026 wirklich kostet

Von Nils Ehrenfried · 25. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Eine professionell erstellte Website kostet 2026 je nach Anbieter und Umfang zwischen 800 € (Freelancer, einfacher Auftritt) und 18.000 € (Agentur, umfangreiches Projekt); für kleine Betriebe sind 3.500–7.500 € typisch. Dazu kommen laufende Kosten von 100–500 € monatlich – der Posten, der in Angeboten am häufigsten fehlt.

Die kurze Antwort steht oben: 3.500 bis 7.500 € für einen kleinen Betrieb, dazu 100 bis 500 € im Monat.

Die längere erklärt, warum die Spanne am Markt so breit ist, was in fast jedem Angebot fehlt – und warum der Einmalpreis die unwichtigere Hälfte der Rechnung ist.

Von 0 € bis 18.000 €: die Marktpreise 2026 im Überblick

Die Spannen am deutschen Markt sind gut dokumentiert (KKM Media, Bumblebits):

Weg Einmalkosten Laufende Kosten Wer arbeitet?
Baukasten (Wix, Jimdo …) 0 € 15–50 €/Monat Sie selbst
KI-generierte Schnell-Website 0–500 € gering niemand (dazu unten)
Freelancer 800–5.000 € je nach Vereinbarung einmalig, projektweise
Kleine Agentur 1.500–5.000 € 100–500 €/Monat (Wartung) einmalig, projektweise
Etablierte Agentur 3.600–18.000 € 100–500 €/Monat (Wartung) einmalig, projektweise

Für eine typische Unternehmens-Website eines kleinen Betriebs – Design, Struktur, Mobiloptimierung, SEO-Grundlagen, saubere Technik – liegt der realistische Projektpreis bei 3.500–7.500 €. Deutlich billigere Angebote sparen fast immer an einer dieser Stellen; deutlich teurere sollten mit konkretem Mehrwert begründet sein, nicht mit Agentur-Namen.

Warum die Spannen so groß sind? Weil „Website" kein genormtes Produkt ist. Der Preis hängt an Umfang (5 oder 25 Seiten), Individualität (Vorlage oder eigenes Design), Inhalten (liefern Sie Texte, oder werden sie erstellt?) und daran, wie viel Strategie im Vorfeld steckt.

Die neue Kategorie, über die niemand ehrlich spricht: die KI-Schnell-Website

Seit generative KI Websites in Minuten erzeugen kann, gibt es eine neue Billig-Kategorie am Markt: Anbieter, die für wenige Hundert Euro eine „KI-erstellte Website" liefern – oder Inhaber, die sich selbst eine generieren lassen.

Fairerweise: Als Prototyp oder Übergangslösung ist das legitim, und die Technik dahinter nutzen auch Profis. Das Problem liegt woanders. Diese Seiten werden ohne Strategie, ohne echte Inhalte und ohne Pflege erzeugt – und das sieht man ihnen an: austauschbare Texte, die zu jedem Betrieb der Branche passen würden, generische Bilder, keine Antworten auf die konkreten Fragen der Kunden vor Ort. Besucher spüren in Sekunden, dass hier niemand etwas über den Betrieb erzählt. Und Suchmaschinen wie KI-Systeme haben schlicht nichts, was sie zitieren könnten: Eine Website ohne eigene Substanz rankt nicht und wird nicht empfohlen.

Kurz: Die KI-Schnell-Website ist nicht deshalb billig, weil jemand effizienter arbeitet – sondern weil die eigentliche Arbeit gar nicht stattfindet.

Der Posten, der in fast jedem Angebot fehlt: das Danach

Der Projektpreis ist nur die halbe Rechnung. Eine Website verursacht laufende Arbeit: Hosting, Sicherheitsupdates, technische Pflege – und, wenn sie gefunden werden soll, kontinuierliche Suchmaschinenoptimierung und aktuelle Inhalte. Seriöse Kalkulationen setzen dafür 100–500 € pro Monat an (Bumblebits). Wer nur den Einmalpreis vergleicht, vergleicht Autos nach dem Kaufpreis und ignoriert den Verbrauch.

Und es gibt einen zweiten versteckten Kostenblock, den ich aus eigener Erfahrung kenne – von der Kundenseite. In dem Unternehmen, das ich vor The Presence aufgebaut habe, hatten wir Websites bei klassischen Agenturen im Projektmodell. Jede noch so kleine Änderung bedeutete: Angebot anfragen, prüfen, freigeben lassen, beauftragen, warten. Die Folge war nicht, dass Änderungen teuer waren – die Folge war, dass wir sie unterlassen haben. Die Website veraltete nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das Modell jede Aktualisierung zu einem Verwaltungsvorgang machte. Diese unterlassenen Verbesserungen tauchen in keiner Rechnung auf. Sie sind trotzdem die teuerste Position.

Was kostet Sie eine Website, die niemand findet?

Drehen wir die Frage einmal um – rechnen Sie eine Minute mit Ihren eigenen Zahlen. Was ist ein durchschnittlicher Auftrag bei Ihnen wert: eine Behandlungsserie, eine Inspektion, eine Küche? Nehmen Sie diesen Betrag mal zwei. So viel kostet Sie eine Website, die pro Monat nur zwei Interessenten nicht erreicht oder nicht überzeugt. Jeden Monat, nicht einmalig.

Gegen diese Größe ist der Unterschied zwischen einem 3.000-€- und einem 5.000-€-Projekt eine Randnotiz. Die teuerste Website ist nicht die mit dem höchsten Preis – es ist die, die nichts einbringt. (Auf unserer Startseite finden Sie einen Rechner, der diese Verlustrechnung für Ihre Zahlen durchspielt.)

So arbeiten wir

The Presence arbeitet nicht im Projektmodell, sondern als laufender Service – wir sind eine Agentur, die die Dienstleistung neu gedacht hat, kein Baukasten und kein klassisches Miet-Modell.

  • Enthalten: individuell erstellte Website, Hosting, SSL-Zertifikat und Domain-Setup, laufende Suchmaschinenoptimierung, ein Fachartikel pro Woche, Sichtbarkeit in KI-Systemen (ChatGPT, Perplexity und andere), Pflege des Google-Unternehmensprofils, Monatsreport. Live innerhalb von 14 Tagen nach Kick-off.
  • 12 Monate Mindestlaufzeit. Endet der Vertrag nach mindestens zwölf bezahlten Monaten, erhalten Sie ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes, übertragbares Nutzungsrecht an Ihrer Website mit Gestaltung, Texten und Fachartikeln. Ausgenommen sind unser Basissystem und Inhalte Dritter.
  • Preis: im schriftlichen Angebot nach dem kostenlosen Erstgespräch.

Und genauso klar: Für komplexe Individualprojekte – Mitglieder-Portale, große Online-Shops, Anbindungen an eigene Systeme – ist unser Modell nicht gebaut. Solche Vorhaben sind Software-Projekte und gehören zu einer darauf spezialisierten Projekt-Agentur mit entsprechendem Budget. Wenn Sie so etwas planen, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch genauso deutlich.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine einfache Website oder Homepage für ein kleines Unternehmen erstellen zu lassen? Beim Freelancer ab etwa 800–2.500 €, bei Agenturen ab etwa 1.500–5.000 € – jeweils zuzüglich laufender Kosten. Bei uns sind laufende Betreuung und Sichtbarkeitsarbeit Teil des Service; den Preis nennen wir Ihnen im schriftlichen Angebot nach dem kostenlosen Erstgespräch.

Warum sind manche Websites so billig und andere so teuer? Weil sich hinter demselben Wort verschiedene Leistungen verbergen: Vorlage oder Eigenentwicklung, mit oder ohne Texterstellung, mit oder ohne SEO, mit oder ohne Betreuung danach. Vergleichen Sie nie Preise, sondern Leistungslisten – und fragen Sie immer, was nach dem Livegang passiert.

Ist ein günstiger Freelancer eine schlechte Wahl? Nicht grundsätzlich. Für einen sauberen, kleinen Auftritt kann ein guter Freelancer genau richtig sein. Kritisch wird es bei der Verfügbarkeit über Jahre: Wartung, Updates und Weiterentwicklung stehen und fallen mit einer einzelnen Person.

Mit welchen versteckten Kosten muss ich rechnen? Die häufigsten: Wartung und Updates (fehlen oft im Angebot), Texte und Fotos („Inhalte liefert der Kunde"), Lizenzkosten für Plugins, und Änderungswünsche nach dem Livegang, die einzeln abgerechnet werden. Lassen Sie sich alle vier Punkte vor Vertragsschluss schriftlich beziffern.

Website kaufen oder mieten – was ist besser? Das hängt von Projekt und Betrieb ab; die ausführliche Rechnung mit Vor- und Nachteilen beider Modelle finden Sie in unserem Vergleich „Website im Abo: mieten oder kaufen".


Quellen

  • KKM Media: Website erstellen lassen – Kosten & Preise 2026
  • Bumblebits: Website-Kosten 2026 – was kostet eine Website wirklich?
  • Graphek: Was kostet Webdesign wirklich?

Über den Autor: Nils Ehrenfried ist Gründer von The Presence. Er begann selbst auf der Agenturseite – mit Projekten u. a. für die TSG Hoffenheim und den Springer Verlag –, wechselte dann die Perspektive und baute ein Unternehmen mit rund 250 Mitarbeitenden auf, das er bis zum Exit führte. Heute, zurück auf der Dienstleistungsseite, kennt er beide Rollen: das Handwerk einer Agentur und den Alltag eines echten Betriebs, der Agenturen beauftragt. The Presence entstand aus der Überzeugung, dass eine Website keine Einmalausgabe ist, sondern ein Werkzeug, das laufend arbeiten muss.

Sie wollen wissen, was für Ihren Betrieb sinnvoll ist – und was es kosten würde? Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine ehrliche Einschätzung, auch wenn die Antwort lautet: „Ein Freelancer reicht Ihnen." Kostenloses Erstgespräch buchen

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